Discounted Cashflow Methode (DCF)

Frage: Wie funktioniert die Discounted Casfhlow Methode (DCF)?

  • Gemäß der Fair Value Hierarchie hat unter bestimmten Voraussetzungen die Fair Value-Ermittlung anhand der Discounted Cashflow Methode (DCF) zu erfolgen. Bei Fremdkapitalpapieren ist hierbei zwischen Kapitalmarkt- und Retail-Geschäften zu differenzieren. 
  • Bei Kapitalmarktgeschäften werden die ausstehenden Cashflows (CFt) mit den jeweiligen Zinssätzen der (risikolosen) Zinsstrukturkurve und den jeweiligen credit spreads (cs) diskontiert. Beim Retail-Geschäft (Kundengeschäft) ist darüber hinaus noch der Kundenkonditionsbeitrags-Spread (ks) vom Tage des Geschäftsabschlusses zu berücksichtigen. Dieser wird in der Folge konstant gehalten. Welche Parameter beim Diskontieren im Einzelnen zu berücksichtigen sind, ist im IFRS 9.5.517 i. V. m. IFRS 9.B5.5.5
  • Zum Folgebilanzstichtag werden bei der Ermittlung des Full Fair Value (FFV) dann die noch ausstehenden Cashflows mit den neuen, aktuellen Zinssätzen und Credit Spreads (plus ggf. konstanten Kundenkonditionsbeitrag-Spread) diskontiert. Anders als der FFV beinhaltet der Hedge Fair Value (HFV) nicht alle Risiken, sondern nur die Wertveränderung bezogen auf das im Rahmen des Hedge Accounting abgesicherte Risiko. Bei der Ermittlung des Hedge Fair Value (HFV) werden alle Diskontierungsfaktoren bis auf den das abgesicherte Risiko widerspiegelnden Faktor konstant gehalten. Bei der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko z. B. werden bis auf den Zins (it) alle anderen Faktoren konstant gehalten (siehe Abbildung 173).

Abbildung 173: DCF – Bewertungsparameter


·        Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12

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