FIAC - Prof. Dr. Knut Henkel


Nachhaltigkeits- und Finanzberichterstattung

Ihr Schlüssel zu fundierter und praxisorientierter Wissensvermittlung


Zusammenfassung Teil 2


Nachdem das sog. Mixed Model des IFRS 9, als eines der drei bewertungstechnischen Kernstücke der IFRS-Rechnungslegung von Finanzinstrumenten, Schwerpunkt des ersten Teils des Glossars war, liegt der Schwerpunkt des zweiten Teils des Glossars auf dem Impairment und dem Hedge Accounting. Gerade bei (komplexeren) Transaktionen von Finanzinstrumenten kann das Mixed Model des IFRS 9 zu Verwerfungen in der GuV im Vergleich zur betriebswirtschaftlich orientierten Performance-Rechnung führen. Diese Verwerfungen können durch die Bilanzierungstechnik des Hedge Accountings reduziert oder eliminiert werden. IFRS 9 kennt zwei Hedge-Grundarten: den Fair Value Hedge und den Cashflow Hedge. Solange der IFRS 9 nicht um den für insbesondere Banken relevanten Teil des Hedgings des Zinsänderungsrisikos auf Portfolioebene bzw. des Bankbuchs ergänzt wurde, besteht für alle IFRS-Anwender das Wahlrecht, die Hedge Accounting Regeln des alten Standards IAS 39 und/oder die des IFRS 9 anzuwenden. Das dritte bewertungstechnische Kernstück des IFRS 9 ist die Bewertung des Kreditrisikos, welches Gegenstand des Impairmenttests ist. Nach IFRS 9 sind bereits erwartete – und nicht wie beim Vorgängerstandard IAS 39 erst eingetretene – Verluste zu berücksichtigen. Nach diesem sog. Expected Credit Loss Model ist entweder der erwartete 12-Montats Kreditverlust oder aber der erwartete Kreditverlust über die Laufzeit zu Grunde zu legen.

Hier finden Sie weitere Definitionen & Bedeutungen von Fachbegriffen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 (und HGB).

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