SEM-/WEBINARE zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten

Glossar Buchstaben O - R



Objektive Hinweise

Frage: Wann liegen objektive Hinweise einer dauerhaften Wertminderung vor?

  • Liegen objektive Hinweise vor, die darauf schließen lassen, dass eine dauerhafte Wertminderung gegeben ist, so ist ein Impairment zu buchen. IAS 39.59 nennt einige Beispiele für das Vorliegen eines objektiven Hinweises, wie z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder des Schuldners oder aber ein Vertragsbruch (z. B. Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen). Objektive Hinweise bei Eigenkapitalinstrumenten (z. B. Aktien) sind u.a. signifikante oder länger anhaltende („prolonged“) Abnahme des beizulegenden Zeitwertes unter die Anschaffungskosten. Größenordnungen für „signifikant“ können 20% und für „länger anhaltend“ 6 Monate sein. 
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12



Optionspreismodelle

  • Siehe Fair Value Hierarchie
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12




 

Originäre Finanzinstrumente 

  • Siehe Finanzinstrument.  
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12



Other Comprehensive Income (OCI)

  • Ist nach US-GAAP das Pendant zu der IFRS-Neubewertungsrücklage
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12


Own-Use-Kontrakte


  • Siehe Warentermingeschäfte.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12



Plain Vanilla-Finanzinstrument

  • Standard Finanzinstrument ohne irgendwelche Besonderheiten.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12





Planed Future Transaction 

Frage: Was sind planed future transactions?

  • Planed Future Transaction (geplante und höchst wahrscheinliche Geschäftvorfälle) sind nicht zu bilanzieren. Beispiel: Gleiches Beispiel wie bei Firm Commitment, nur dass nun keine feste Verpflichtung, sondern ein geplanter und höchst wahrscheinlicher Geschäftsvorfall vorliegt. Bezogen auf das beim Firm Commitment genannte Beispiel mit der Öl-Lieferung ist in diesem Fall kein Kaufvertrag für die Lieferung von Öl auf Termin (so wie beim Firm Commitment) unterschrieben worden, sondern es ist geplant, in einem Jahr – mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit – das Öl zu erwerben.
  • Planed Future Transaction können im Rahmen eines Cashflow Hedge (CFH) abgesichert werden.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12




Portfolio-BWE 

Frage: Was sind Portfolio-BWE?

  • (HGB) Eine Portfolio-BWE stellt eine von drei Arten von Bewertungseinheiten (BWE) dar. Bei Portfolio-BWE nach HGB werden bestimmte Handelsbestände zusammengefasst und als Einheit bewertet. Entweder werden gleiche Produkte gleicher Risikoart (z. B. Zinsswapbuch) oder unterschiedliche Produkte gleicher Risikoart (z. B. öffentliche Anleihen plus Schuldscheindarlehen plus Zins-Futures) zusammen bewertet. Einen solchen Portfolio-Hedge bedarf es nach IFRS nicht, da sämtliche Handelsbestände der Kategorie Trading (TRD) zuzuordnen sind und daher schon per se einheitlich bewertet werden. Der Begriff des Portfolio-Hedges nach IFRS wird eher im Sinne einer Mikro-BWE i.w.S. verstanden.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12


Portfolio-Impairment

  • Siehe LAR- und HTM-Impairment
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12



Prospektiver Effektivitätstest (PET)

  • Siehe Effektivitätstest.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12




Qualifizierte Durchschnittsmethode

Frage: Wie funktioniert die qualifizierte Durchschnittsmethode?

  • Die Währungsumrechnung eines (selbstständigen) ausländischen Tochterunternehmens stellt sich in der Regel als Transformationsvorgang von der Fremdwährungsbilanz in die Euro-Bilanz der Mutter dar (Translations-Exposure). Gemäß IAS 21 erfolgt diese Transformation nach der sog. qualifizierten Durchschnittsmethode (IAS 21.39): (1) Vermögenswerte und Schulden sind zum Stichtagskurs, 2) Eigenkapital zum historischer Kurs und 3) GuV-Positionen zum Periodendurchschnittskurs umzurechen. Die sich aus dieser Umrechnung ergebende Differenz ist GuV-neutral im Eigenkapital auszuweisen (Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen). Eine Re­alisierung der im Eigenkapital „geparkten“ Währungsumrechnungsgewinne oder -verluste erfolgt erst bei Verkauf oder Liquidation des ausländischen Tochterunternehmens und erhöht oder verringert entsprechend das Verkaufsergebnis.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12


Rahmenkonzept

Frage: Was ist das Rahmenkonzept?

  • Über allen Standards steht das sog. Rahmenkonzept (Framework), welches die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) der IFRS darstellt und alle wesentlichen Grundprinzipien der internationalen Rechnungslegung regelt. Kommt man bei der bilanziellen Beurteilung einer konkreten Transaktion mit den gegebenen Standards nicht weiter, so kann das Rahmenkonzept hier gegebenenfalls weiterhelfen. 

  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12


Rechnungslegung

Frage: Wer muss welche Abschlüsse erstellen?

  • (HGB / IFRS) Kreditinstitute und Nicht-Kreditinstitute des Privatrechts haben verpflichtend einen HGB-Abschluss aufzustellen. Zusätzlich kann ein IFRS-Einzelabschluss erstellt werden (§ 325 Abs. 2a HGB). Ob neben dem HGB-Einzelabschluss noch ein Konzernabschluss zu erstellen ist, hängt davon ab, ob ein Mutterunternehmen i.S.d. § 290 HGB vorliegt. Nimmt ein solches Mutterunternehmen den Kapitalmarkt (durch Aktien- und/oder Fremdkapitalemissionen) in Anspruch, so ist der Konzernabschuss nach IFRS zu aufzustellen (§ 315a Abs. 1 HGB). Relevant sind allerdings die IFRS, die im Rahmen des sog. Endorsement-Verfahrens in EU-Recht übernommen wurden. Nimmt das Mutterunternehmen nicht den Kapitalmarkt in Anspruch, ist grundsätzlich ein HGB-Konzernabschluss gemäß den Vorschriften der §§ 297 HGB ff. zu erstellen. Anstatt eines HGB-Konzernabschlusses kann der Bilanzierende allerdings auch freiwillig eine IFRS-Konzernabschluss erstellen (§ 315a Abs. 3 HGB). 
Rechnungslegungspflichten


Abbildung 185: Rechnungslegungspflichten

  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12



Reclassification

  • Siehe Umklassifizierung.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12





Recoverable Amount

Frage: Was versteht man unter recoverable amount?

  • Im Rahmen des Impairment für Finanzinstrumente der Kategorien Loans and Receivables (LAR) und Held to Maturity (HTM) ist der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (Recoverable Amount) zu ermitteln. Hierfür sind die erwarteten ausstehenden Cashflows mit dem Effektivzins vom Zeitpunkt des Geschäftsabschluss abzuzinsen (historischer Effektivzins). 
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12




Reducing Complexity

Frage: Was versteht man unter reducing complexity?

  • Bezüglich des IASB-Diskussionspapiers “reducing complexity in reporting financial instruments” siehe Komplexitätsreduktion

  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12


 

Regressionsanalyse

  • Siehe Effektivitätstest.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12


 

Residential Mortgage Backed Securities (RMBS)

  • Siehe Structured Credit Products (SCP).
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12



Retrospektiver Effektivitätstest (RET)

  • Siehe Effektivitätstest.
  • Quelle: Henkel/Eller (2009), Lfd. Nr. 11 u. Nr. 12











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